Einstellung politischer Nachforschung

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So, es ist genug. Das wird meine Woche des Ausblendens.
Aktuell wird jedwede politische  Nachforschung im Netz von mir eingestellt. Kein Nachfragen mehr auf alternativen Nachrichtenseiten oder Blogs, keine doppelte und dreifache Nachrichtenverfolgung, auf der Suche nach Erklärungen und Lösungen für aktuelle politische Diskrepanzen.
Es wird zuviel. Ich werde mich mehr auf mich selbst konzentrieren – für eine Woche erst mal. Oder zwei.

Im Moment habe ich auf Grund einer Kräpps-Erkrankung [1] mit bis Jahresende laufender Chemo zwar sehr viel Zeit übrig, für allen möglichen und unsäglichen Nachrichtenmüll, aber es wurde in letzter Zeit einfach zuviel. Man kann nicht alles hinterfragen, man kann erst recht nicht die „einzige“ Wahrheit so schnell finden.

Fein!
Ich werde ein Buch lesen oder zwei, einen Egoshooter zu Ende spielen, mal regelmäßig etwas „Ostrock“ auflegen, meine Gitarre wieder richtig streicheln, mir fällt da noch einiges mehr oder weniger Wichtiges ein. Es hat schon was, wenn man nicht mehr arbeiten muß. biggrin.gif

Und es ist einfach – dieses Ignorieren. Seit 1992, als mein West-Nachholbedarf zu über 100 % gedeckt war, habe ich nur noch durch dieses Ignorieren unerwünschter „Westwerte“ ein entspannteres Leben geführt.

Werbung wurde ignoriert und unerwünschte Inhalte ausgeblendet. Das dauerdudelnde Radio in der Werkstatt mit der unsäglichen Privatsendermugge, überhörte ich erfolgreich. An Diskussionen über die DDR beteilige ich mich nicht mehr – ist sowieso vergebene Liebesmüh`, hier im westlichsten Westen. Einkaufen gibt´s nur mit Blick auf Ostprodukte, soweit sie den Weg in die Westregale am Niederrhein gefunden haben.Frank Weber Weberknecht DDR Fleischerhemd An Kirchenplakaten oder Großraumreklame gehe ich achtlos vorbei. Anglismen oder amerikanische Konsumkultur kümmern mich nicht und mein DDR-Arbeits(kult)hemd ist mir wesentlich näher als meine Levis.

Vielleicht kommen jetzt auch wieder mal ein paar belanglose, private Beiträge, mit weniger „brisantem“ Inhalt. Im Prinzip hat es ja auch keinen großen Zweck, sich zu viel Gedanken zu machen über das Elend in dieser jetzigen Welt.
Das machen andere viel besser als ich.

1 [Konsonantenbetonte Ausprache des Wortes „Krebs“ hier am Niederrhein von einigen Leuten, wenn die Krankheit gemeint ist.]

2 Kommentare:

  1. Dann halt erstmal die Ohren steif. Mittlerweile sieht es so aus, als ob jeder Zweite Krebs bekommt.

    VG vom Landsmann

    • Danke dir! Mit etwas Glück werde ich noch lange Zeit kräppsfrei bleiben, nach der OP. Wir werden sehen. Ja es ist schon erschreckend wenn man mitbekommt, wieviele Leute irgendwie diese Krankheit haben.

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