Dampfbügeleisen GT-SI-01

Wer im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte ist, hat die Möglichkeit mit Hilfe von Dampf zu bügeln. Unser Bügeleisen hatte schon einige Jahre auf der Sohle, und im Angebot bei einem Discounter schlug ich dann zu.

„Verwendungszweck
Das Dampfbügeleisen dient zum Bügeln von handelsüblichen Stoffen und Textilien.“

„Haben Sie einen Dampfbügeleisenschein oder Vergleichbares?“ So der freundliche Herr, welcher die Auslage überwachte. Ich verneinte: „Führerschein, Facharbeiterbrief?“, schlug ich vor. Er schüttelte freundlich seinen Kopf und ich mußte mich einem ambulanten Test unterziehen. Zuerst mit geschlossenen Augen die Zeigefingerspitze zur Nase führen und anschließend – ebenfalls ohne zu sehen – auf der Stelle trampeln; auf einem Tisch sitzend wurden meine Reflexe überprüft und die Mathematikaufgabe ( 30% von 50) löste ich auch zu seiner Zufriedenheit. Es folgten noch Wärme-Kältetests, Blutdruckmessung, 20 Kniebeugen und Überprüfen meiner Deutschkenntnisse.
Ich erhielt einen „DBS-0815“ (Dampfbügeleisenschein) für 1€, das Gerät, bezahlte und war glücklich.

Wie nun anfangen? Zum Glück gibts ja die Gebrauchsanleitung.

„Auspacken
1. Nehmen Sie das Bügeleisen aus dem Karton und entfernen Sie die Verpackung.
2. Entfernen Sie die Pappabdeckung von der Bügelsohle.“

Allerdings hatte ich das Ding zu diesem Zeitpunkt schon ausgepackt; aber der Tip mit der Pappabdeckung war schon Gold wert. Den Punkt mit der Steckdose überlas ich – das traute ich mir noch zu – und natürlich sollte es auch gleich mit Volldampf losgehen.

„Das Bügeleisen darf mit Wasser gefüllt werden.“
Gut zu wissen.

„Bevor Sie Damppf-, Dampfstoß- und Sprühfunktion des Bügeleisens nutzen, müssen Sie Wasser in den Tank füllen.“

Doppelt hält besser.

„Der austretende Dampf ist heiß. Berühren Sie ihn nicht.“
Da muß ich aber aufpassen.

„Der austretende Dampf  und die Bügelsohle werden während des Gebrauchs sehr heiß. Berühren Sie sie nicht..“
Ich werde wohl meine Arbeitshandschuhe beim ersten Mal anziehen.

„Der austretende Dampf ist sehr heiß. Berühren Sie ihn nicht. Richten Sie den Dampfstoß niemals auf Menschen und Tiere.“


Ja, nun reichts aber wirklich. Der Hinweis mit erhöhten Temperaturen und Dampf im Zusammenhang mit dem Bügeleisen erscheint ca. 15 mal sowie gefühlte 500 andere Warnhinwiese („bitte nicht im Freien bügeln“); ich habe da nicht nachgezählt. Das muß ja schon eine nicht ganz ungefährliche Kiste sein und ich war froh, den „DBS-0815“ gemacht zu haben.

Trotzdem habe ich beim Punkt Wassereinfüllen aufgehört und das Bügeleisen erst einmal „sicher abgestellt“ und die Gebrauchsanleitung danebengelegt. Denn eigentlich könnte Susi ja auch die ersten Bügelaktionen vornehmen und ich werde das beobachten. Aus sicherer Entfernung, falls sie den Dampfstrahl versehentlich auf mich oder die Katzen richten sollte.

Und dann ignoriere ich mal den Warnhinweis Nr. 382 und werde meine Klamotten „am Körper“ bügeln.
Natürlich ohne Dampf.

178 Kommentare:

  1. @ Weberknecht,

    Das sollte ich auch öfter tun! :grin: Ich komme dabei aber vom Hundertsten ins Tausendste, oder anders ausgedrückt; „Vom Herrgott auf den grünen Salat“. Zum Schluß weiß ich dann nicht mehr was ich eigentlich wollte. :oops:
    Das ist mir vor Weihnachten so ergangen, da hab ich tagelang Berichte, Beschreibungen und Kommentare über Camcorder gelesen, weil meine Nichte so ein Teil wollte. Vom Filmen hab ich kaum eine Ahnung, daher der ganze Aufwand. Ergo, ich hab gleich den Ersten genommen, der mir (aus dem Bauch heraus) gefallen hat und hab damit allem Anschein nach das Richtige getroffen.
    Meine Nichte ist jedenfalls begeistert, aber ich weiß, die hat von der Materie auch keine Ahnung. :smile:

    • Ja, wenn man da nicht aufpasst, kommt man von 5 möglichen zu 100 Geräten und kann sich dann erst recht nicht entscheiden! Habe ich auch schon alles durch. :???:

      • @Weberknecht,
        Das passiert mir in letzter Zeit öfter weil ich jetzt mehr online bestelle. Das führt natürlich dann dazu, dass man mehr Rezessionen lesen muss. Früher hab ich mich mehr auf den Rat von Fachverkäufern verlassen, aber das kannst du heute ja meist vergessen. Die wissen oft weniger als man selbst. :?:

        • Vor ein paar Jahren war ich mal im Media-Markt um mich nach einem ISDN-Router umzusehen. Da ein paar Detailfragen offen waren, habe ich mich an einen der „Fachverkäufer“? gewandt. Der las mir dann vor, was auf dem Karton stand; anscheinend dachte er, ich wäre Analphabet.
          Naja, vielleicht war meine Frage an ihn auch nur falsch formuliert?
          :???:

          • @Weberknecht,

            Ähnliches ist mir früher beim Media Markt auch oft passiert, darum hab ich da gerne meinen Freund mitgenommen weil der mehr Ahnung hatte als ich. Ich hab später dann aber auch Verkäufer dort getroffen, die sich wirklich auskannten und einen gut beraten hatten. Die letzten zwei, drei Jahre kaufe ich lieber online bei verschiedenen Computer-Shops.

  2. Dank meiner Musikalität und dem, in meiner Kindheit von meinen Eltern, andauerndem Hören von „Radio Luxemburg und Co.“, ist mein Gedächtnis zugemüllt mit dem ganzen alten (West-) Schlagergedudel der 60-er und 70-er Jahre. Ich vergesse Geburtstage und wichtige Termine – mein Langzeitgedächtnis ist dagegen tadellos. :rau:

    • @Weberknecht,

      Meine Eltern bevorzugten eher Volksmusik…. :cry:
      ich dagegen Country und Westernmucke, also nix mit Schlagern und so.
      Mein Langzeitgedächtnis ist auch nicht sooo schlecht, nur, da ist zu viel drin was keine Sau interessiert und darunter ist das dann verschüttet was ich wissen sollte. *g*

      • Auf alle Fälle helfen mir diese Erinnerungen, bei monotonerer Maschinen- und Bandarbeit, daß die Zeit schnell vergeht. Letztens habe ich sogar 2 Stunden nur Musik „gehört“ – im Kopf. Kinks und Small Faces; eine feine Mugge. Ach ja…*seufz*

        • @Weberknecht,

          Ich kenne das auch. Wenn Falzmaschinen sauber laufen, dann brauchst du was um die tödliche Monotonie auszufüllen. Bei mir war es halt eine andere Musikrichtung. :grin:

          • Bei mir kommt „tödliche Monotonie“ manchmal bei der heutigen Popmusik auf, wo man zwischen ähnlichen dünnen Stimmchen und gleichen Arrangements fast nicht mehr unterscheiden kann. Gestylte, hüpfende, aus Castingsshows ausgesuchte Hampelmänner und -frauen, die man sich nicht antun muß. :cry:
            Das Radio läuft kaum noch und im Auto habe ich CD´s…mit meiner Musik. Da ist auch viel älteres bei. Im Unterschied zu heute, kann man die aber immer hören. *g* Ich jedenfalls.

            • @Weberknecht,

              da geht es mir nicht anders, wenn vielleicht meine bevorzugte Musikrichtung auch etwas anders ist.
              Radio läuft bei mir fast nur für lokale Nachrichten oder Sendungen und im Auto hab ich statt eigene CD’s eine selbst zusammengestellte SD-Speicherkarte. :grin:
              Schaut so aus als ob wir „Alten“ nicht mehr recht in diese Zeit passen! :smile: :smile:

              • Mein Radio hat noch keinen Speicherkartenslot…trotzdem denke ich, daß wir noch ganz gut in diese Zeit passen.
                Mit kleinen Abstrichen. ;-)

                • @Weberknecht,

                  Egal ob Speicherkarte oder CDs, Hauptsache man kann sich sein Musikprogramm selbst schneidern. Praktisch ist eine Karte weil da mehr draufpasst.
                  Das Autoradio hat zusätzlich noch einen CD-Player und einen USB-Anschluß. Hab das Teil nicht wegen all dem Schnickschnack gekauft, sondern weil ich in dem „neuen“ Auto ein Radio wollte und weil das Teil bei Lidl mit 68 oder 69 €uronen recht günstig war. :smile:

                  • Klar, es muß auch nicht immer das Teuerste sein…wenn ich mich mal bei mir so umsehe.
                    ;)

                    • @Weberknecht,
                      Ich halte es auch so. Ich kaufe meine Geräte nach dem Grad seiner Nutzung. Warum soll ich viel mehr Geld ausgeben, wenn es ein einfacheres, billigeres Teil auch tut. Das hat mit Geiz nix zu tun! :rau:

                    • Ich investiere sowieso eine Haufen Zeit um Testberichte und Ranglisten zu „studieren“, bevor ich was kaufe. Aber das zahlt sich letzten Endes doch aus.
                      Was kann ich dafür, daß günstigere Geräte oft gleichwertig oder besser sind als teurere?

  3. Ächt????? :shock: Du schmückst dich mit fremden Federn…, äh Haaren… :???:
    Also so ein Mottenfiffi käme mir nicht auf mein edles Haupt! :oh: :smile: :smile: :smile:

  4. Dafür habe ich –

    mein Haarteil!

  5. Das kann ich ich am Briefkasten auch, außerdem ist Tageslicht sehr hilfreich. Wirds dunkler, komme ich aber schon in´s Schleudern. Und da ich ein wenig schusselig bin, hilft eben nur von wichtigen Sachen wie Feuerzeuge, Lesebrillen oder beispielsweise Stromprüfer gleich die mehrfache Menge als die benötigte zu kaufen. Was solls.
    :???:

    • @Weberknecht,

      Na ja, im Finstern kann ich das auch nicht. Ich glaub auch nicht, dass da eine Brille hilft. Jedenfalls bei mir. Ich sehe nachts zwar ausgezeichnet, aber wenn z.B. ein Autoscheinwerfer blendet dann bin ich quasi blind. Aus dem Grund kann ich Nachts auch nicht mehr Autofahren.

      Wichtige Sachen? Feuerzeuge gehören bei mir da schon länger nicht mehr dazu. :roll:

      • Ja Feuerzeuge!! Und Schlüssel, Zigaretten…die Liste ist schier endlos! *g*

        • @Weberknecht,

          Feuerzeug und Zigaretten brauche ich ja zum Glück nicht mehr, aber Schlüssel können schon zum Problem werden wenn sie auf der falschen Seite der zugeschlagenen Türe hängen. :cry:
          Ich hab zwar einen Bund außerhalb des Hauses versteckt und da hängt auch der für das Gartentor dran. Pech ist nur, wenn mir die fehlenden Schlüssel erst auf der Straße auffallen, denn ich tue mich mittlerweile schwer über das Tor zu klettern. :???:

          • Da in der alten Wohnung fast immer eine Balkontür auf “Kipp” war und wir im Erdgeschoß wohnten, gab es für mich nie ein Problem mit Wohnungsschlüsseln. Ich konnte als Ex-Bauelementemonteur natürlich ältere Balkontüren von außen öffnen, wenn sie nur angekippt waren. Natürlich war ich dann auch mehrmals dazu gezwungen, auf diese Art unsere Wohnung zu betreten.
            Jetzt wohnen wir eine Etage höher. Ich muß nur noch ein Versteck für eine kleine Leiter finden.
            :grin:

  6. Natürlich ist das keine Ausrede. Morgen geht´s zum Baumarkt-Ramschregal und dann werden 5 von diesen Dingern gekauft. Damit ich dann wenigstens EINEN zur Hand habe. Das ist wie mit meinen Lesebrillen – nur daß ich von diesen inzwischen 8 Stück habe. :grin: Oder 10 – ich habe da etwas die Übersicht verloren.

    • @Weberknecht,

      Von den Dingern kann man(n) wirklich nicht genug zu Hause haben. *nick*
      Mit Brillen hab ich das Problem zum Glück nicht. Ich hab eine Gleitsichtbrille für unterwegs, die liegt im Parterre und eine Lesebrille am PC im ersten Stock. Beide Brillen haben ihren festen Platz. Das geht gut, denn im Normalfall kann ich auch so noch recht gut lesen wie z.B. bereits am Briefkasten entscheiden ob der Werbebrief gleich in die blaue Tonne wandert oder genauer gelesen wird. :smile:

  7. Natürliche sollte das eine einmalige Erfahrung bleiben, man weiß ja nie, ob da noch andere Körperteile in Mitleidenschaft gezogen werden. Ist ja keine Reizstrombehandkung.*g*
    …und im Übrigen suche ich seit gestern meine zwei Stromprüfer, die mir beim Einzug hier abhanden gekommen sind. Nun müssen die Feinarbeiten bei zwei Deckenlampen noch etwas warten.
    Ich bin schon fast gespannt, was sich noch alles so in Luft aufgelöst hat.
    :???

    • @Weberknecht,

      Ich hab mir sagen lassen, bei manchem würde sich so ein unverhoffter Stromschlag auch positiv auswirken. So nach dem Liedfragment… „ich kann ja…“ :schein:

      Ist die verzweifelte (?) Suche nach den Stromprüfern jetzt eine Ausrede, oder….? *bg* :smile:

  8. Manchmal muß man Stromleitungen berühren, um mehr über diese zu erfahren. *g*
    Die Zahl meiner “elektrischen Schläge”, die ich so erhalten habe, ist wohl nicht mehr nachzuvollziehen… 1.000, 5.000? Die meisten Bekanntschaften mit stromführenden Kabeln waren allerdings nicht beabsichtigt.
    :idea: :idea: :idea: :idea: :idea:

    • @Weberknecht,

      Also ich weiß nicht, da nehme ich doch lieber einen Phasenprüfer! :smile:

      Falls du mit den „elektrischen Schlägen“ jene meinst die durch Reibung entstehen, da kann ich auch mitreden. Das funzt recht gut bei Papier und wenn dann das Wetter auch noch dazu passt, dann bist du nach ein paar Stunden fast am Weinen. :cry:

      • Ein Phasenprüfer wäre mir zu simpel, das kann ja jeder?
        Die anderen, weniger gefährlichen Stromschläge durch Reibung an Verpackungsmaterial oder von meinem Auto, erwähne ich erst gar nicht.
        Ich hatte in der Band vor vielen Jahren mal ein Mikro geknutscht, das irgendwie nicht korrekt angeschlossen war. Wir fanden dann heraus, daß das ein paar tausend Volt gewesen sein müßten. Naja…kein Problem bei meinem dicken Fell. *g*

        • @Weberknecht,

          Ja, ich weiß schon, mit vernünftigem Werkzeug kann das jeder Trottel. ABER…, ich könnte die beste Anlage besitzen…, singen könnte ich trotzdem nicht! :sad: :smile:
          Und weil ich das weiß komme ich nie in die Lage ein Mikro zu „knutschen“ und dabei eine gewischt zu bekommen! :smile:
          Ähhh.., wie ist das.., würde sich diese Erfahrung lohnen? :mrgreen:

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