Frank Weber, Greifswald Krefeld LubminHey Leute, ich freue mich, daß ihr hier seid und wünsche mal eine leichte Entspannung auf meinen Seiten. Es geht hier überwiegend um mich, ein wenig Selbstdarstellung  und persönliche Ansichten, bestimmt durch meine Voreingenommenheit für den "Wilden Osten". Meine teils haarsträubenden Beiträge sind möglicherweise die Folgen einer "Posttraumatischen Verbitterungsstörung", die nach 1989 gelegentlich auftritt.

Krefeld, 22. Juni 2018

 


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webercam

jw

Von Graffiti und Gurkensalat.

Gefängnis für Graffiti

…so die etwas irreführende Schlagzeile in der Thüringer Allgemeinen. Graffiti soll nicht in´s Gefängnis, es geht um graffitisprühende Jugendliche zu DDR-Zeiten. Als die „Täterfotos“ gemacht wurden, waren die „Jugendlichen“ allerdings schon 18 Jahre alt. Damit war man im Osten volljährig. Das kann so eine Westzeitung aus Thüringen (Funke-Mediengruppe) natürlich nicht wissen.Nur hätte man vom Verfasser des Artikels mehr erwarten können, er kommt nämlich aus dem Osten. Allerdings zählt er zu den gewendeten Journalisten, und die haben inzwischen andere Schwerpunkte zu behandeln: Zwischen SED-Machthaber-Spinnereien und Unrechtsstaat geht da die Palette und das ist nur ein kleiner Auszug. Dazu kommt noch eine Diskussion, daß Journalisten  in der DDR total unterdrückt und behindert wurden – das Papier für die Druckerei wurde nämlich kontingentiert. Unglaublich, wo es doch alles im Überfluss gab – damals.
Zurück zu den Graffitis.

Mit der BRD kamen ab 1990 auch die Sprayer. Endlich wurde unsere triste und graue DDR-Welt etwas farbiger. Oder sagen wir bunter und vielfältiger. Jedenfalls solange, bis wir mal endlich die blühenden Landschaften aufgebaut haben.
Schön, daß wir jetzt in der westlichen Freiheit leben, obwohl illegales Sprayen auch heutzutage mit Knast geahndet werden kann. Aber das ist wohl irgendwas anderes.

Ja, und man ist erst mit 21 volljährig. Zum Ausgleich können andere Fachkräfte dafür aber auch noch länger jugendlich sein.

Immerhin erfahren wir noch, daß diese speziellen DDR-Sprayer weniger Graffiti, sondern nur Parolen wie „Macht aus dem Staat Gurkensalat“ oder „Schlagt zurück“ unter die Wände brachten. Daß dies aus BRD-Sicht positiv bewertet wurde, ist klar. So wurden aus den durchgeknallten „Jugendlichen“ beinahe Oppositionelle.

ES wird eben nach dem kleinsten Strohhalm gegriffen, wenn es gegen den Unrechtsstaat gehen soll.
Dabei muss man doch sagen, daß hüben wie drüben junge Menschen zwischen 15 und 18 eindeutig einen an der Waffel haben.
Da könnte ich euch ein paar Dinge aus meiner Jugend erzählen…

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