Mein damaliger Wohnort – direkt am großen Wasser… Die Arbeit im KKW Lubmin brachte ohnehin erhöhte Sicherheitsvorkehrungen mit sich.
Die Stasi leistete sich eine Extra-Dienststelle im Werk. Da man bei der Armee schon auf mich aufmerksam wurde – man fand ein paar “lustige” Liedertexte über die NVA von mir in meinem Spind – wurde das auch sofort weitergereicht ins KKW Lubmin. Das passierte damals, weil die Offiziere der NVA absolut humorlos waren, sag ich mal so. ![]()
Unseren ersten Sänger in der Band versuchte die Stasi damals anzuwerben, weil dort verdächtige Personen wie ich mitmimten. Er ließ sich zwar nicht anwerben, bekam es aber mit der Angst zu tun und stieg aus. Immerhin hatte er so viel Mumm, uns das mit dem Anwerbeversuch zu erzählen. Wenn ich mal Lust habe, werde ich noch ein paar nette Storys aus meiner Ost-Vergangenheit zum Besten geben. Auch Geschichten, die mal positive Seiten des Lebens in der DDR beinhalten. Es war ja nun wirklich “nicht alles schlecht im Osten”. Daß man heutzutage nur sehr einseitig und negativ über die DDR informiert wird, ist ja nur ein gezielter Versuch, von der allgemeinen Misere in diesem heutigen Deutschland abzulenken. Und das kommt auch bei vielen an.
Frug mich letztens ein Kollege (knapp über 20), den ich im Auto mit zur Arbeit nahm, mit mitfühlender, dramatischer Mimik: “War das wirklich alles so schlimm in der DDR?” Das jedenfalls fand ICH dann schlimm!
Man soll diesen Teil der DDR nicht vergessen – wir sollten aber aber auch die positiven Seiten dieses vorübergegangenen deutschen Staates in Erinnerung behalten und sich nicht von der permanenten Negativberichterstattung der heutigen “Qualitätsmedien” beeinflussen lassen. Das dient doch nur der Ablenkung von den heutigen sozialen und Arbeitsmarktproblemen, von Überwachung und einer Pressefreiheit, die keine mehr ist.










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