Weg von Krefeld am Niederrhein, ab in die Heimat für ein paar Tage. Ich setze mich an die Küste und glotze aufs Meer – kann ich stundenlang. Keine Krankenwagensirenen, Diesel- und Dönerdämpfe. Kein Lärm. Dazu kommt ein selbstauferlegtes Nachrichten- und Politikverbot…komplett mit bestem Maiwetter.
Wie immer war diese Ausspannphase viel zu kurz.
So gut fühlt sich natürlich nicht jeder im Osten.
Ein libanesischer Breakdancer mit deutschem Pass („wir sind Deutsche, oder?“) fühlt sich seit 3 Jahren „unwohl“ in Ostdeutschland. Begründen kann er das nicht: „Es ist mehr so ein Gefühl“.
Und er habe am eigenen Leib den ostdeutschen Rassismus erfahren: „In Leipzig rief jemand auf einem Parkplatz zu mir: ,Ey Osman, wir wollen euch hier nicht haben“. Ganz schön rassistisch.
Und Vartan Bassil gibt sich wirklich alle Mühe. Er ist „stolz darauf, ein Deutscher zu sein“ und liebt die Disziplin in der BRD:
„Am liebsten würde ich jeden anhalten, der bei Rot über die Ampel geht“.
Vielleicht ist es auch „nur so ein Gefühl“, aber plötzlich verstehe ich, warum ihn nicht alle mögen.

Hey Leute, ich freue mich, daß ihr den Weg hierher gefunden habt. Es geht hier überwiegend um mich, ein wenig Selbstdarstellung u. persönliche Ansichten, bestimmt durch meine Voreingenommenheit für den "Wilden Osten". Meine teils haarsträubenden Beiträge sind möglicherweise die Folgen einer Posttraumatischen Verbitterungsstörung, die nach 1989 gelegentlich auftritt. Meine derzeitige, hartnäckige Blog- und Schreibblockade bitte ich zu entschuldigen.


