Nie wieder Lubmin

Warum sollte es in unserer Familie anders zugehen als bei vielen anderen, wenn es um das Erbe geht?
Eine Nachlassregelung wurde von meinen Eltern im August 2000 angefertigt, unterschrieben von ihnen und uns Kindern. Bis dahin herrschte weitgehend Einigkeit und nach einem – mündlich vereinbarten – Tausch, habe ich das Haus als Erbanteil bekommen.

Nach dem Tod meiner Mutter stellte sich heraus, daß das „Testament“ nicht den „gesetzlichen Formerfordernissen gem. § 2247 BGB“ entsprach. Das heißt auf deutsch „Nicht gültig“.
Der gemeinschaftliche Erbschein vom September 2019, teilte deswegen amtlich den Nachlass zu je einem Drittel, für jedes von uns Kindern.

Ja, tönt meine Schwester, ich könne das Haus immer noch bekommen, aber dann möchten meine beiden Webergeschwister je ein Drittel vom aktuellen Verkaufswert abhaben. Der liegt inzwischen im 6-stelligen Bereich.
Die Renovierung des Hauses hätte alleine schon im mittleren 5-stelligen Bereich gelegen. Damit ist klar, daß sie mich ganz einfach aus Lubmin rauskegeln wollen.
Inzwischen bin ich 64 und Frührentner mit einem Behinderungsgrad von 80 %. Wieviel Zeit habe ich noch?

Das ist mal so ein ganz kurzer Überblick zur aktuellen Situation und der seit vielen Jahren bestehenden Absicht, zusammen mit meiner Frau wieder in die Heimat, nach Lubmin zurückzukehren.

Ich bin jetzt der Buhmann für meine Geschwister, von denen mich 2014, während meiner Krebserkrankung und der über 1 Jahr dauernden, notwendigen Nachbehandlungen, keiner mal angerufen hatte. Die dann aber 5 Jahre später verlangten, weil ich Rentner bin, mal ein paar Wochen in Lubmin, zur Betreuung meiner 87-jährigen, dementen Mutter (und ihres Lebensgefährten, 92 Jahre) zu verbringen. Das ging aber schlecht, nicht nur, weil ich 700 km von Lubmin weg wohne, auch weil Susi zu der Zeit für insgesamt 7 Monate krankgeschrieben war.
Ich sollte meine Frau, die sich kaum bewegen oder sitzen konnte, alleine lassen?

Vielleicht schreibe ich noch über ein paar Details dieses unglaublichen Geschehens, aber das soll erst mal reichen.

Inzwischen gibt es keine Verbindungen mehr zwischen uns Erben. Meine Schwester kontaktiert mich nur noch über ihren Anwalt. Sie ist auf jeden Fall gut in der BRD angekommen.

2 Kommentare:

  1. Moin Frank,

    das ist in allen Familien so – wenn es ums Erbe geht. Die Erbschleicher wissen genau, wann sie zuschlagen müssen.

    Beste Grüße

  2. Der Gipfel der Charakterlosigkeit sind „Elstern“.
    Das wissen wir von unserem Herrn Fuchs.
    Seien wir ehrlich:
    Ich möchte in Teutschland nix erben:-))
    Kein Cent den Besatzern.

    bummi

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