5. Februar 2010 von Weberknecht | 1 Kommentar
Susi: "Wieso hast du nur 2 mitgebracht?"
Ich: ""Weil du ZWEI auf dem Einkaufszettel geschrieben hast".
Susi: "Ich meinte aber für 2 Portionen, also wären das 4 Tüten."
Ich: "Warum schreibst du dann nicht 4 Tüten?"
Susi: "Ich dachte, du könntest mitdenken."
Dialog nach einem erfolgreichen Einkauf von mir; es ging um Knorrfix für Lachs-Sahne Pasta, das schnelle Gericht für Leute, die weniger Zeit haben. Und da ich von zu Hause her auf etwas mehr Soße stehe (zu viel Fleisch), reicht 1 Tüte natürlich nicht. Für ein Gericht. Für zwei Personen…und wenn wir am nächsten Tag noch was davon haben wollen.
Aber selbst wenn sie nun "für 2 Portionen" geschrieben hätte, wäre ich wohl etwas in´s Nachdenken gekommen, es wäre mir aber nach einiger Zeit sicherlich gelungen zu entschlüsseln, daß damit 2 Mahlzeiten gemeint gewesen wären. Also 4 Tüten. Naja.
Es ist nicht so, daß die Kommunikation laufend zwischen uns gestört ist, nein, also nicht mehr als anderwo auch zwischen Männlein und Weiblein Verständigungsprobleme auftreten, es ist nur manchmal etwas schwierig, hinter Frauenlogik und Frauenmathematik zu kommen. Natürlich ist das umgekehrt aber auch der Fall, klar.
Mein Standardsatz bei solchen bei solchen Disputen "Du hast recht, Schatz" zieht inzwischen auch nicht mehr, weil ich meine Mimik dabei nicht mehr ganz unter Kontrolle habe. Da muß ich mir wohl mal was Neues ausdenken.
Aber selbstverständlich werde ich auch weiterhin den Hauptanteil der Einkäufe übernehmen, denn das geht nun mal schneller und wird meistens auch billiger.
Das hört sich doch ziemlich unterhaltsam an? Ist es auch manchmal, kann ich euch sagen.

22. Januar 2010 von Weberknecht | 11 Kommentare
Stellt euch einmal vor ihr steht gerade auf, ihr geht in Richtung Bad und dann dann das Unfaßbare - ein Merkel-Konterfei brüllt euch an der Badtür entgegen. Zu hart? Na gut, stellt es euch nicht vor, ahnt es nur mal kurz.
Diese Gruselgeschichte spielte sich in unserer Wohnung ab, welche ja vor einiger Zeit, ich berichtete, mindestens teilweise zu einer Studentenbude umfunktioniert wurde.
Um auch dem begriffstutzigsten unter den Studenten die Funktionen der Gesichtsmuskulatur zu veranschaulichen, griff man an einer Uni zu dieser drastischen Maßnahme. Man zeigt anhand von Promi-Bildern, welche Rolle bestimmte Muskeln spielen und wie sie die Gesichtsfassade beeinflussen.
Leidtragende sind dann, wie in meinem Fall, völlig unbeteiligte, ahnunglose Menschen, die Personen des öffentlichen Lebens nur in ihrer Glanzpose erleben – ok, was darzustellen in diesem speziellen Fall wirklich etwas schwierig sein dürfte. Und dann sieht man auf leerem Magen sowas! Da hilft auch der nachträglich Blick in den Spiegel nicht mehr, denn das setzt sich erst mal fest.
Ja, Gesichtsmuskeln wie der M. mentalis und der M. depressor anguli oris verursachen solche erstaunlichen Fratzen, wie ich lesen konnte. Das ist doch interessant, oder?

Damit noch nicht genug.
Ihr könnt euch vorstellen, daß es eine ganze Menge dieser Gesichtsverzerrer, also Muskeln gibt; dementsprechend gibt es auch noch ein paar anschauliche Beispiele, welche ich aus ästhetischen Gründen noch mehr verkleinert habe, und die medizinischen Fachausdrücke erspare ich mir oder euch auch.
Knuffig, wa?
Und bis sich diese Gesichtsmuskelfunktionen in Susis Kopf eingegraben haben, werden mir diese 3 außergewöhnlichen Menschen jeden Tag an der Badtür entgegenblicken.
Gut, daß ich auf Grund meiner ersten 34 Lebensjahre an einiges Elend gewöhnt war und so die notwendige Härte bereits mitbringe. Naürlich war das alles aber nichts gegen DAS, was ich bis jetzt nach der Annexion der DDR so erlebte.
Es gehört schon eine ganze Portion Humor dazu, mit solchen Horrorbildern zu arbeiten – das macht mir die heutigen Medizinstudenten doch auch gleich etwas sympathisch.
8. Januar 2010 von Weberknecht | 6 Kommentare
Jo, der diesjährige Winter dürfte für viele eine ganz große Herausforderung werden. Auch für die Klimafaschisten, denen diese Temperaturen nun überhaupt nicht in den Kram passen. Vielleicht kommt ja bald die neue Schlagzeile: "Der Winter, ein von Menschen verursachtes Klimaphänomen."
Die Frühschicht, die uns ablöst, läßt uns zum Glück auch nicht im Ungewissen: "Paßt auf Leute, es ist rutschig draußen und kalt". Sie nahmen wohl an, daß wir seit 8 Wochen Nachtschicht die Halle nicht mehr verlassen haben. Ungefähr 20 Leute kommen da und jeder zweite war so ein Hilfsbereiter.
Natürlich griff ich das auf und warne seitdem sämtliche Kollegen von der Spätschicht vor der Rutschigkeit da draußen, um ihnen für ein paar Momente eine tiefe Nachdenklichkeit ins Gesicht zu zaubern. Das Adjektiv "rutschig" wurde dann von mir zum Wort des Monates Januar gekürt.
Autofahrer überbieten sich in Minustemperaturaussagen ihrer Außenthermometer. Zwischen Brüggen und Mönchengladbach kursieren derzeit Werte von -8 bis -16 Grad. Je nach Zustand des Thermometers.
Eine legale Art von Diskriminierung ist natürlich, daß wir auf Arbeit bei diesen Temperaturen weiterhin im Freien rauchen dürfen. Oder sagen wir sollten.
Natürlich hat dieser Winter auch seine guten Seiten. Das Lokalfernsehen hat endlich mal wieder über eine reale "Katastrophe" zu berichten und packt die Fake-Terrorismus-News und Nacktscanner in eine der hinteren Medienschubladen. Und mal ehrlich, was ist ein Nacktscannerporträt gegen ein in den Straßengraben gerutschtes Auto? Richtig! Auch wenn da nur ein überforderter Schnee-Fahranfänger am Lenkrad saß.
Und der Handel freut sich, weil sich die von den Medien aufgescheuchten Niederrheiner, Unmengen an Kerzen, Brennstoffen, Konserven usw. bunkerten, da ja jetzt ein Blizzard über uns kommt und eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes bevorsteht. In einem 15-Häuser-Dorf haben die Eingeborenen geschlossen bis Montag Urlaub genommen, weil sie ja jetzt total einschneien werden und nicht zur Arbeit oder wo auch immer hinkommen - erzählte ein Kollege.
Na gut, belassen wir es erst mal dabei. Zum Wochenende soll ja der zweite Wintereinbruch mit außergewöhnlichem Schneefall erfolgen. Ich halte euch live über eine Webcam auf dem Laufenden und freu mich schon auf ein winterlich verschneites Krefeld und die Fahrten zur Arbeit, wo ich mal wieder ein paar Glanzleistungen meines fahrerischen Könnens abliefern werde.
5. Dezember 2009 von Weberknecht | 7 Kommentare
…gibts den Krefelder Weihnachtsmarkt.
Ich wollte sowieso in die Stadt, um vor allen für Susi ein paar Besorgungen machen, wie z.B. den Jahreskalender in Größe von 670×970 mm, der aber erfahrungsgemäß immer noch zu klein ist, um sämtliche ihrer Termine koordinieren zu können. Jedenfalls für mich. Da wird gestrichen und nachgetragen, verbessert und ergänzt – letztlich sieht nur SIE noch auf diesem Kalender durch und ich frage dann lieber noch mal, was für Vorlesungen oder Schichten bei ihr so anliegen. Na gut, Kalender gekauft – erster Punkt erledigt.
Im "Schwanenmarkt" entdeckte ich dann
diesen übergewichtigen, nicht sehr standfesten Weihnachtsmannverschnitt, welcher verzweifelt ,mit etwas zu hoher Stimme das übliche "Hohoho" röhrte, um unschuldige Kinder anzulocken. Der Erfolg hielt sich in Grenzen – Kinder spüren halt, wer es wirklich gut mit ihnen meint. Und nun mal ehrlich, ein "Hohoho" gröhlender Weihnachtsmann ist mir in meiner Kindheit noch nie über den Weg gelaufen…den hätte ich auch ignoriert.
Von da gings direkt zum Weihnachtsmarkt. Bis auf zwei russische Straßenmusikanten gab mir unterwegs kein Mensch zu verstehen, daß er eventuell etwas von mir haben wolle. Das gibts nicht oft: Kein Zigarettenschnorrer, kein "HassumanEuro?"-Bettler, kein Obdachlosenzeitungs-Verkäufer, nicht einmal das skurrile "Eine Spende für krebskranke Kinder bitte"-SingSang-Pärchen war zu sehen. Oder zu hören. Und dann wußte ich endlich auch, warum ich auf diesen Markt wollte.
Nicht um etwas Weihnachtsstimmung einzufangen, das war bei diesem Wetter sowieso nicht möglich, nein es zog mich magisch zu der "Backfischbude", die wie alle anderen Ramsch-, Kram- und Imbiß-Stände jedes Jahr an fast gleicher Stelle steht. Das konnt ICH mir sogar merken! Und der Backfisch dort ist wirklich lecker.
Alles andere hier konnte man getrost vergessen – wie jedes Jahr, wie überall.
Ist euch schon mal aufgefallen, daß fast alle Leute auf der Frage nach einem guten Weihnachtsmarkt, immer auf Märkte in anderen Städten verweisen? Eine Duisburger Kollegin verwies mich auf den Aachener Weihnachtsmarkt als Geheimtip; hätte ich in Aachen gefragt hätte man mir vielleicht den Krefelder empfohlen? Dabei gibts wahrscheinlich keine nennenswerten Unterschiede, nur die Anordnung der Karussells und Kitschbuden ist anders.
Nächste Woche muß ich mit Susi noch mal zum Weihnachtsmarkt. Obwohl eigentlich nur der Backfischstand das Ziel der Begierde sein wird, werde ich vorsichtshalber mal 3 Stunden einkalkulieren. Mann weiß ja nie.
5. November 2009 von Weberknecht | 113 Kommentare
Frank Weber hat in einer Rede in seinem Arbeitzimmer dem amerikanischen Volk für seine Hilfe bei der deutschen Wiedervereinigung vor 20 Jahren gedankt. Niemals
würden gerade die Ost-Deutschen dies den Amerikanern vergessen, sagte
Weberknecht am Dienstag in einer teilweise sehr persönlichen Rede vor seinem 22″ Monitor, auf dem eine Karikatur Obamas zu sehen war. Es sei eine große Ehre, kurz vor dem Jahrestag des Mauersturzes sprechen zu dürfen, sagte Weberknecht zu Beginn seiner Rede auf Denglish. Anschließend fuhr er in deutscher Sprache fort.
Webers Rede wurde immer wieder von eingespieltem Applaus unterbrochen. Mehrfach erhoben sich die beiden Katzen Paula und Felix begeistert von ihren Plätzen…
“In wenigen Tagen schreiben wir den 9. November”, sagte Weberknecht. An jenem Datum sei vor zwanzig Jahren die Berliner Mauer gefallen.
“Seitdem wissen wir, was Freiheit wirklich ist.” An dieser Stelle seien ihm fast die Tränen gekommen, meinten Beobachter.
Mehrfach verwies Weberknecht auf seine eigene Biographie und auf seine Jugend in der DDR hinter Mauern und mit chronischem Bananenmangel. Er habe sich damals niemals vorstellen können, amerikanisches Fastfood zu essen und Halloween zu feiern. Amerika sei für ihn vor 1989 “schier unerreichbar” gewesen. Als die Mauer fiel, seien diese Grenzen gefallen. “Wir Ost-Deutschen wissen, wieviel wir Ihnen verdanken”, sagte Weberknecht.
Sein Dank gelte auch den in Deutschland über die Jahrzehnte stationierten amerikanischen Soldaten. Ohne sie wäre die “Überwindung der Teilung unmöglich gewesen, deswegen wollen wir die Atomsprengköpfe zur Erinnerung auch noch ein bißchen behalten”.
Weberknecht erinnerte auch an den Präsidenten Bush, der eine geradezu sprichwörtliche Friedensliebe besitzt und sich für Deutschland einsetzte. Und er dankte dem früheren US-Präsidenten George Bush sen. , McDonald´s und einem Brausehersteller, die Deutschland damals Partnerschaft und Führung anboten. Zugleich ermunterte Weberknecht die USA zu Anstrengungen beim Klimaschutz. “Wir brauchen alle das Geld”, sagte er.
In der Rede streifte er auch andere internationale Themen. Weberknecht warnte die iranische Regierung. Eine Bedrohung Israels durch den Iran müsse verhindert werden. “Atombomben in den Händen des iranischen Präsidenten, darf es nicht geben”, sagte Weber. “Auch wenn er gar nicht die Absicht hat, welche herzustellen.” “Wer Israel bedroht, bedroht auch uns.” Und “Wer in Afghanistan Krieg führt, ist für den Frieden oder so”.
Über die aktuellen Themen hatte Weberknecht zuvor auch mit US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus gesprochen. Obama meint dazu: Weberknecht ist eine “außergewöhnliche Persönlichkeit”.
Gefragt über die Rolle der Ostdeutschen bei Überwindung des SED-Regimes bis hin zur Grenzöffnung entgegnet Weber: “Ja, spielt das denn noch eine Rolle?” …
3. Oktober 2009 von Weberknecht | 7 Kommentare
Susi hat gestern noch was auf den Einkaufszettel gekritzelt und wir haben uns dann weiter keine Gedanken gemacht. Worüber? Kommt gleich. Sonnabends fahre ich eigentlich lieber etwas früher zum REAL, weil nach 9:00 so langsam die Leute aus´m Arsch kommen und wie immer die Gänge mit überfüllten Einkaufswagen blockieren oder in Zeitlupe durch den Markt schlendern. Tja, ich hatte nicht bedacht, daß heute ein Feiertag ist, da er auf einen Samstag fällt und dementsprechend von uns ignoriert wurde; außerdem muß Susi heute sowieso arbeiten.
"Knapp 20 Jahre nach dem Fall der Mauer wird heute mit einem Festakt in Saarbrücken an die Wiedervereinigung Deutschlands erinnert. Zur Feier werden Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Köhler erwartet. Auch Berlin feiert den Tag mit einer Festmeile." informiert uns die Desinformationsseite vom ZDF. Aha, sogar Kanzlerin und Präsident feiern heute, das ist ein Ding. Fakt ist, daß ich mit zwei leeren Getränkekästen im Einkaufswagen vom Parkplatz (der heute von Ramschhändlern in Beschlag genommen wurde) bis kurz vor den Eingang kam, und da ging mir erst ein Licht auf. Ein bißchen peinlich war das schon, zeigt aber auch, welchen Stellenwert dieser Tag bei mir hat, nämlich keinen. Jedenfalls wenn er aufs Wochenende fällt. Und wie ist´s bei euch? Heute schon was gefeiert?
Und so ganz nebenbei noch einen Link auf einen Artikel in "Ossietzky". Lesenswert.